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Sporthilfe-Kader größer denn je!

Kurssetzung Richtung Olympia mit "Go for Gold"

Norbert Darabos

530 Sportler unterstützt die Österreichische Sporthilfe derzeit, die höchste Zahl an Athleten seit ihrer Gründung 1971. Verantwortlich dafür ist ein historischer Beschluss: Seit Jahresbeginn werden Sportler mit Behinderung von der Sporthilfe individuell gefördert. "Großartig" ist von den Athleten zu vernehmen. Mit einem eigenen "Go for Gold" Programm rücken die Olympischen Spiele in den Fokus.

Die Aufnahme von Sportlern mit Behinderung erfolgte auf Initiative von Sportminister und Sporthilfe-Präsident Mag. Norbert Darabos. Mir ist die Förderung des Behindertensports ein sehr großes Anliegen. Österreich hat hier sehr große Erfolge vorzuweisen – wir stellen Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordhalter. Mein Ziel ist eine völlige Gleichstellung in der Sportförderung, auch in der Sporthilfe. Deshalb habe ich einen Antrag auf Aufnahme von Behindertensportlern in die Österreichische Sporthilfe gestellt, der auch angenommen wurde", freut sich der Bundesminister über die künftige Unterstützung von Sportlern mit Behinderung. Auch Sporthilfe-Geschäftsführer Anton Schutti zeigt sich begeistert: "Das ist ein historischer Schritt sowohl für den Behindertensport als auch die Österreichische Sporthilfe."

Doris Mader

"Es fühlt sich gut an"
Auch die Athleten mit Behinderung sehen diesen Schritt als einen historischen an. „Es fühlt sich gut an, zu diesen großartigen Namen dazuzugehören und es ist ein wertvoller Beitrag“, so Rollstuhl-Tischtennisspielerin Doris Mader. Monoskifahrer und Handbiker Philipp Bonadimann sieht darin einen weitere Entwicklungsstufe ihres Sports: „Vor der Jahrtausendwende war es undenkbar. Es hilft uns sehr, die Betreuungskosten abzudecken.“

Einstufung der Sommersportler
279 Sommersportler werden seit 1. Jänner 2012 gefördert, 33 davon fallen in die Kategorie Weltklasse, 17 in die Kategorie Leistungsklasse. Neben 141 Sommersportlern in der Sonderklasse werden auch 39 Nachwuchsathleten sowie 49 Sportler in der Förder-Initiative „Go for Gold“ unterstützt. Dazu kommen noch 47 Sommersportler mit Behinderung (18 Weltklasse, neun Leistungsklasse, 19 Sonderklasse, ein „Go for Gold“). Die Förderperiode der Sommerathleten erstreckt sich von 1. Jänner 2012 bis 31. Dezember 2012. Die Einstufung wurde von einer kompetenten Evaluierungskommission, die mit Experten der Sporthilfe, dem ÖOC, Sport im Heer, dem BMLVS und der BSO besetzt ist, vorgenommen.

Go for Gold

Mit "Go for Gold" Olympia auch nach 40 Jahren im Fokus
Die Sporthilfe wurde 1971 mit der Intention gegründet, hoffnungsvollen Athleten den Weg in die Weltspitze zu unterstützen. Besonderes Augenmerk galt schon damals den Olympischen Spielen. Diese Mission ist bis heute unverändert. Die Sporthilfe unterstützt unter dem Slogan "Go for Gold" insgesamt 50 Sportler, die großes Potenzial haben, einen Startplatz bei den Olympischen Spielen oder den Paralymics in London zu ergattern.

Insgesamt 530 Athleten im Sporthilfe-Kader
Mit den 47 Sommersportlern wurden auch 23 Wintersportler mit Behinderung in den Sporthilfe-Kader aufgenommen: Zehn Athleten in der Kategorie Weltklasse, sechs Sportler in der Kategorie Leistungsklasse sowie sieben Athleten in der Kategorie Sonderklasse. Der Förderzeitraum der Winterathleten mit Behinderung endet mit 30. Juni. Danach erfolgt eine gemeinsame Einstufung mit den 181 aktuell geförderten Winterathleten (25 Weltklasse, acht Leistungsklasse, 89 Sonderklasse, 44 Nachwuchs und 15 "Go for Gold") anhand der Ergebnisse der aktuellen Saison. Neben den 530 unterstützten Sportlern werden 20 viel versprechende Athletinnen und Athleten in der von Wüstenrot und Sporthilfe gemeinsam durchgeführten gezielten Förder-Initiative "For winners with future" an die Weltspitze herangeführt.